Technischer Systembereich
Pro Gewerk: Aufbau, Materialien, Bezugsnormen, Anschluss an den Bestand und Begründung der Materialwahl. Kein Werbetext, sondern ein Nachschlagewerk.
Kurzfassung
Bodengleiche Dusche im Bestand ist immer ein Zielkonflikt aus Aufbauhöhe, Ablaufleistung, Gefälle und Schallschutz. Wir lösen das mit einem definierten Set aus Punkt- oder Linienablauf, Gefälleträger und entkoppelter Abdichtung — die Auswahl trifft der Bauleiter nach Untergrund und Anschlusssituation.
Schichtweise, von unten nach oben.
- 01Untergrund prüfenTragfähigkeit, Ebenheit, Höhenlage zu angrenzendem Bestand.
- 02Gefälleträger setzenVorgefertigtes Element oder mörtelseitig erstelltes Gefälle.
- 03Ablauf einbindenFlanschsystem mit kompatibler Manschette an Abdichtung.
- 04Entkopplung (optional)Bei Holzbalkendecke und kritischem Estrich Pflicht.
- 05Abdichtung & BelagVerbundabdichtung des Systemherstellers, anschließend Fliese oder Paneel.
Begründung der Materialwahl.
Bodengleich heißt nicht auf 0 mm — sondern schwellenlos. Mit definierten Komponenten erreichen wir reproduzierbare Aufbauhöhen, ohne Abdichtung oder Schallschutz zu kompromittieren.
Bei geringer Aufbauhöhe oder unklarem Untergrund nutzen wir Sonderkonstruktionen — etwa flache Lineabläufe — und weisen das gegenüber Vermieter / Pflegekasse transparent aus.
Anschluss an den Bestand.
Im Altbau ist die Frage Duschtasse vs. gefliest oft eine Frage von Tragwerk und Höhe. Bei Holzbalkendecken arbeiten wir bevorzugt mit leichter, entkoppelter Konstruktion. Bei massivem Estrich kann die gefliest-bodengleiche Lösung sinnvoller sein.
Was wir explizit nicht versprechen.
- Wandpaneel kommt zum Einsatz, wo Fliese nicht trocken oder schnell genug umsetzbar ist — gleichwertig in Funktion, schneller bewohnbar.
- Schallschutz wird objektabhängig bewertet, nicht pauschal versprochen.
